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Riva del Garda

 

Die Stadt, die Burg, die Türme

Der Spaziergang durchs  Riva del Garda Stadtzentrum kann vom Aufstieg zum "Apponale" Turm und "Rocca " Schloss gekroent werden. Von oben sieht man ein eindruckvolles Bild von Ortschaft und See.

Die Stadt
Zahlreiche archäologische Funde bezeugen, dass es in Riva und Umgebung bereits im Neolithikum (Bronze und Eisenzeit) Menschen gegeben hat. Feststeht, dass die Region zur Zeit dem Stamm Fabia aus Brescia zugeschrieben wird. Das erste offizielle Dokument, in dem Riva erwähnt wird, ist ein karolingisches Diplom aus dem Jahre 933. Im 12. Jahrhundert ist der obere Garda seit langer Zeit im Besitz der Bischöfe von Trient. Er fällt dann unter die Herrschaft der Della Scala (1262-1387), der Visconti aus Mailand (1388-1402) sowie der Grafen von Tirol und der Venezianer (1411-1509). Die Stadt fällt 1521 unter Bernhard von Cles wieder der Kirche von Trient zu; 1703 wird sie von den Franzosen unter General Vendôme verwüstet; 1796 wird sie von den napoleonischen Truppen besetzt; 1806 wird sie su Bayern geschlagen, und 1810 fällt sie an das Italienische Reich zurück. Später von Österreich neuerlich besetzt, wird sie nach dem Krieg 1915-1918 wieder won Königreich Italien annektiert.

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Die "Rocca"

1124 von den Bewohnern Rivas auf Genehmigung des Bischofs Altemann von Trient als Verteidigungswerk errichtet. Später wird sie Symbol der militärischen Macht, die Zuflucht für den Hauptmann und sein Gefolge. Ihre ursprüngliche Form ist wegen der zahlreichen Änderungen, die die Österreicher bei ihrer Umfunktionierung zur Kaserne anbrachten, unbekannt. Zur Zeit der Della Scala war sie wohl das perfekte Beispiel einer mittelalterlichen, ganz vom Wasser umgebenen Burgfestung wie die von Sirmione.

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Die Türme "Apponale"

Den Dokumenten zufolge wird der Turm gegen 1200 errichtet, ist niedrig, zinnengekrönt und mit einer Tür versehen, die einst zu ebener Erde lag und 1555 aufgestockt wurde. Er ist 34 Meter hoch und 3-4 Meter tief eingegraben. Eckpfeiler der städtischen Verteidigung, wurde er vielleicht deshalb so genannt, weil er der Verteidgung des Hafens ,,a Apponale" diente. Zu seinen Füssen lagen die Salz - und Kornlager, die Magazine und die Wechselbänke der Florentiner. Zunächst Gefängnis, wurde er später im ersten Weltkrieg als Beobachtungswarte genutzt.
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Das Museum

 

Eine wertvolle Gemäldesammlung und bedeutende archäologische Funde beherbergt das Museum Riva del Garda in den Sälen der Rocca, einer Festung aus dem Mittelalter direkt am Seeufer.
Forschungsarbeit und Förderung der Kulturgüter kennzeichnen das Museum aus; jedes Jahr stehen Ausstellungen, Künstlerevents und Besichtigungen zum Entdecken der reichen und alten Kulturschätze dieser Gegend auf dem Programm.

Archäologie am oberen Gardasee

Die Sammlung, eine der wichtigsten auf Landesebene, zeigt die bedeutendsten archäologischen Funde eines besonders reichen und schon sehr früh besiedelten Gebiets. Der Parcours führt von den kupferzeitlichen Stelenstatuen über die Pfahlbauten zu den Zeugnissen aus der Römerzeit und dem Frühmittelalter.
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Menschen aus Stein: Stelen

In der Mitte des 5. Jahrtausends v. Chr. tauchten in einem Großteil Europas Stelen auf, in Stein gehauene Statuen, die menschliche Figuren darstellen. Ihre Verbreitung im Alpenraum erfolgte ab den ersten Jahrhunderten des 4. Jahrtausends v. Chr. zeitgleich mit der Entwicklung der Metallverarbeitung und dauerte das gesamte 3. Jahrtausend v. Chr. an.

Auf den Stelen sind in der Regel einige der charakteristischsten Elemente der frühen Metallzeit abgebildet wie Flachbeile, Dolche mit dreieckiger Klinge, Speere und Schmuckgegenstände, die als Objekte mit hohem Symbolgehalt zu interpretieren sind und auf einen besonderen Status der dargestellten Person hinweisen.

Bedeutung und Funktion sind nur schwer bestimmbar: Wahrscheinlich handelt es sich um Formen der weltanschaulicher Darstellungen, bezogen auf lebende Personen hohen Rangs, um Figuren, die an bedeutende Vorfahren erinnern sollen, oder um Bilder von Gottheiten, die zu deren Verehrung dienten. Anders als bei den in Arco gefundenen Stelen handelt es sich in vielen Fällen um vereinzelte Funde bzw. um Funde außerhalb eines archäologischen Kontexts, der Angaben zu ihrer Bedeutung liefern könnte.
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Pinakothek

Die Sammlung ist der Kunst im Gardaseegebiet in der Zeit vom 15. bis zum 19. Jahrhundert gewidmet und geht auf deren besondere Merkmale ein, wie sie für ein unterschiedlichen Einflüssen ausgesetztes Grenzland typisch sind. Die ausgestellten Werke dokumentieren den Übergang von der religiös geprägten figurativen Kunst zur Landschafts und Porträtmalerei des 19. Jahrhunderts. Zu sehen sind unter anderem Arbeiten von Pietro Ricchi, Francesco Hayez, Vincenzo Vela und Giuseppe Canella.
Der See, die Menschen, die Zeit.
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"Villa de Lutti"
Das kulturelle Leben in Riva del Garda erlebt im 19. Jahrhundert einen erstaunlichen Aufschwung, der vor allem dem Trentiner Literaten Andrea Maffei (1798-1885) zu verdanken ist, einem Übersetzer, Kritiker und Kunstsammler von außergewöhnlichem Format, dessen Ruf weit über die engen Landesgrenzen hinausging und der europäisches Flair in die Stadt brachte. Er förderte die Abkehr von den didaktischen Schemata der historischen Malerei und der verherrlichenden Bildhauerei und somit das Entstehen von Meisterwerken von Francesco Hayez und Vincenzo Vela.

Er hatte in Mailand einen literarischen Salon ins Leben gerufen, der von den namhaftesten Künstlern und Intellektuellen seiner Zeit besucht wurde. Im Jahr 1851 mietete er eine Wohnung in Riva del Garda und nahm enge Beziehungen zur Familie de Lutti auf, der er seine reiche Kunstsammlung „… aus mehr als 140 Ölgemälden” vermachte, „von denen viele für ihr Alter und ihren Autor berühmt sind, alle aber großen Wert haben…”. Aus dieser Kollektion stammen die hier ausgestellten Gemälde, wie das Porträt von Andrea Maffei von Michele Gordigiani (1830-1903), die Schmerzensmutter und das Porträt von Clara Maffei von Francesco Hayez (1791-1882) und die Ansicht von Riva del Garda von Ambrogio Fermini (1811-1883), sowie die Skulptur Betende von Vincenzo Vela (1820-1891).
Andrea Maffei liegt auf seinen ausdrücklichen Wunsch hin in der Privatkapelle der Villa de Lutti begraben, einem reizvollen Bauwerk aus der Zeit des Risorgimento; es war im Auftrag von Vincenzo de Lutti, dem Vater der Dichterin Francesca de Lutti, vom Architekten Antonio Negrin Caregaro (1821-1918) errichtet worden.

 

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Der See, die Menschen, die Zeit

Im Laufe der Zeit hinterlassen die Verbindungen zwischen den Menschen und dem Raum sichtbare und nachhaltige Spuren im Territorium. Diese Ausstellung, die auf den Recherchen des historisch-archäologischen Amts basiert, ist der Suche nach den Zeichen der jahrtausendelangen Fahrten auf dem See und an seinen Ufern gewidmet.

 


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Wechselausstellungen




Il lago di carta. Kartografische Darstellung des Gardagebiets (14.-19. Jahrhundert)

27. März bis 26. Juni 2011

Eine Erzählung zum Abschreiten in Form eines Rundgangs mit mehreren Etappen, bei denen die Kartografie des Gardasees vom Ende des 14. Jahrhunderts bis Mitte des 19. Jahrhunderts im Mittelpunkt steht.

Die Ausstellung präsentiert eine vielschichtige Sammlung an Plänen, Karten und Zeichnungen des Gebiets sowie die von den ersten Kartografen benutzten Instrumente. Auf diese Weise lässt sich die Entwicklung des Gardagebiets in diesen Epochen nachvollziehen.

Den Gegenpol zu diesen historischen Karten bildet ein fotografischer Exkurs, der herrliche aktuelle Landschaftsaufnahmen dieser Orte zeigt.

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Alessandro Oppi
10. Juli  bis 30. Oktober 2011

Im August 1910 begab sich der junge Fotograf Alessandro Oppi aus Bologna auf eine Reise rund um den Gardasee. Von Desenzano führte ihn sein Weg das gesamte Westufer hinauf bis nach Riva und Torbole und anschließend am Ostufer über Peschiera und Sirmione zurück zum Ausgangspunkt. Zweck des Unterfangens war es, mit seiner „Zeiss Palma“ Orte, Menschen und Naturschönheiten des Gardagebiets einzufangen, um am Wettbewerb „Illustrazione di una determinata regione“ (dt. Illustration einer bestimmten Region) teilzunehmen, der vom Bologneser Verein für Fotografie ausgeschrieben wurde und aus dem er als unumstrittener Gewinner hervorging.

Gezeigt werden über zweihundert Fotografien, die die Familie des Bologneser Fotografen aufbewahrte und die den heutigen Betrachter, der an sich schnell verändernde Landschaften gewohnt ist, mit Momentaufnahmen von Orten, Regionen und Menschen an den Ufern des Gardasees konfrontieren, die Anfang des 20. Jahrhunderts gemacht wurden und die damals herrschende Aufbruchstimmung widerspiegeln.







oppi



Eintritt
2 euro
Kostenlos
bis 18 Jahre und über 65
Studenten und Lehrer
Journalisten
Behinderte und ihre Begleiter
Öffnungszeiten
10.00 - 12.30 / 13.30 - 18.00
von März bis November
montags geschlossen
im Juli, August und September täglich geöffnet

 


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